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Requiem mit Beethoven und Beatles

2. Mai 2013     |    Kommentare geschlossen

Requiem für einen jungen Dichter… eine Totenmesse für eine bestimmte Person? Oder doch eher ein selbst gesetztes Mahnmal eines depressiven Komponisten? Vielleicht auch ein Spiegel historischer Ereignisse? Die Sicht der Dinge einer ganzen Generation? Dieses Werk kann Vieles gewesen sein. Eines ist es aber auf jeden Fall: Gewaltig. 250 Mitwirkende, unter anderem drei Chöre, Sinfonieorchester, Jazz-Band und mehrere solistisch agierende Künstler fordert Zimmermann für sein Werk. Über verschiedene Lautsprecher werden Textzitate, originale Tonbandaufnahmen oder Geräusche explodierender Bomben und vorbei rasender Düsenjäger eingespielt, im Orchester treffen Beethoven und die Beatles auf Tristan und Isolde. Zimmermann sah dieses Werk als einen Appell an die Menschheit, ein „Aufmerksam-machen“ auf die Unmenschlichkeit der Menschen. Eine Art Leitsatz bildet dabei das Zitat von Konrad Mayer: „worauf hoffen? Es gibt nichts was zu erreichen wäre, außer dem Tod.“

Lena Voss


 
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