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Impulse Afrikas

14. Mai 2014     |    Kommentare geschlossen

Eine Quelle akustisch-motorischer Genüsse nannte Ligeti die Musik Afrikas, was sich für den Festivalzuhörer an diesem Abend bewahrheitet. Mitreißende Trommeln, eine facettenreiche Stimme. Niemand hält es auf den Sitzen als Dobet Gnahoré mit ihrer Band auf der Bühne performt. Gespannte Erwartung auf etwas Unbekanntes liegt in der Luft, die Philharmonie ist in schwaches Licht getaucht. Schlagzeuger, Sängerin, Bassist, Gitarrist, Balafon-Spieler, Tänzer und drei Trommler betreten nach und nach die Bühne. Trommelklänge gleich einer galoppierenden Tierherde in der Steppe erfassen den Zuschauer. Bald fühlt er sich mitgenommen, klatscht und singt mit und wird Teil des afrikanischen Pulses, des menschlichen Pulses. Nach eineinhalb Wochen mit der Auseinandersetzung von Mensch und Maschine fällt es dem Zuschauer leicht, sich dem Impuls des natürlichen Herzschlags hinzugeben. Anfängliches Mitwippen schwappt in Begeisterung über. Ein kontrastierender Farbklecks beim Acht Brücken Festival.

                                                                                                                                        Maria Busch


 
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