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Archiv für die Kategorie ‘Schreibschule’

Die Radio Happenings mit John Cage und Morton Feldman

13. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen
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Von Margarete Buch

Insgesamt fünfmal trafen sich John Cage und Morton Feldman in den Jahren 1966/1967 im Studio des amerikanischen Hörfunksenders WBAI vor dem Mikrophon. Die Radio Happenings wurden als Texttranskription  (englisch und in deutscher Übersetzung) sowie als Audiodokument auf DVD im Kölner Verlag MusikTexte veröffentlicht. More

»Ästhetik des Widerspruchs«

12. Mai 2015   |   Kommentare geschlossen

Ein Interview mit Schorsch Kamerun

Von Christian Broder

 

Thomas Sehl, besser bekannt als Schorsch Kamerun sucht als Sänger und Theaterschaffender nach der Ästhetik des Widerspruchs und liefert damit treffende Beispiele für politische Kunst. Ein Gespräch vor seinem Konzert beim ACHT BRÜCKEN Festival. More

Mahler. Politik?

11. Mai 2015   |   Kommentare geschlossen

Ein Kommentar zum Konzert der Wiener Philharmoniker

von Adrian Ladenberger

 

Wenn ich an Gustav Mahler denke, wo genau kommt mir da eigentlich Politik in den Sinn? Die Frage stellten sich vermutlich einige der Konzertbesucher, die am Mittwochabend der Aufführung vom „Lied von der Erde“ beiwohnen durften. Nach der Uraufführung des Stückes „Masaot/Clocks without Hands“ der Komponistin Olga Neuwirth, welches durchaus eine politische Komponente innehatte, stand es da im Programmheft wie ein Stolperstein. Mahlers atemberaubendes Orchesterwerk hat als gern gesehenes und vielfach aufgeführtes Repertoirestück sicherlich das Zeug zum Publikumsliebling des diesjährigen ACHT BRÜCKEN Festivals, aber ist es auch politisch? More

Follow the white rabbit

4. Mai 2015   |   Kommentare geschlossen

Schlaglichter im Kaninchenbau: Ein Konzert von Atari Teenage Riot

Von Christian Broder

 

Atari Teenage Riot

Ob Pogo oder Politik, die Hände sind in der Luft bei ATR. Foto: Holger Noltze

Muss man politisch sein, um Atari Teenage Riot zu kennen? Ihr Auftritt beim diesjährigen ACHT BRÜCKEN Festival fordert auf zur Reflexion, funktioniert aber auch als einfaches, brutales Entertainment. Das ist so verblüffend wie elektrisierend. Eine Reportage.

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Der Prozess ist unausweichlich

3. Mai 2015   |   Kommentare geschlossen

Die Musik Cornelius Cardews entwirft ein ideales Gemeinschaftsmodell nach antikem Vorbild

Von Jade Conlee

 

Musik, Politik, Kirchen. Die drei Wörter, Einrichtungen eben, könnten die ganze abendländische Musikgeschichte umfassen. Der Eröffnungsabend des ACHT BRÜCKEN Festivals hat alle drei kombiniert und sogar die asiatische Philosophie hinzugefügt. Der Chor Superterz bot den dritten und vierten Satz des gigantischen Stückes Cornelius Cardews, The Great Learning, dar. Das selten aufgeführte Werk, das durch professionelle und Laienmusiker interpretiert werden soll,  entwirft sieben Verläufe, die jeweils Zitate von Konfuzius musikalisch umsetzen. Der Spielort war die Kunst-Station Sankt Peter, eine romanische Kirche, die nach dem zweiten Weltkrieg zerstört und elegant wiederaufgebaut wurde. Hell, neutral, und von Buntglasfenstern abgesehen leer von religiösen Gegenständen, ist sie ein bedeutungsvoller Ort, um Nachkriegsideen der Spiritualität und Utopie zu betrachten.

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Der Komponist als DJ

2. Mai 2013   |   Kommentare geschlossen

Beim Kölner Festival ACHT BRÜCKEN wird das Requiem für einen jungen Dichter des Kölner Komponisten Bernd Alois Zimmermann aufgeführt. Ein Werk, das dazu einlädt, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

Wie passt der Beatles-Song „Hey Jude“ zu einem klassischen Orchester? Was hat eine politische Rede von Adolf Hitler mit Musik zu tun? Und was hat ein Gebet des Papstes mit Jazzmusik gemeinsam? Bei Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter von 1969 handelt es sich nicht um „reine“ Musik, wie sie aus den klassischen Requien von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms oder Giuseppe Verdi bekannt ist. Chorstimmen vermischen sich mit Samples aus Lautsprechern und gesprochene Texte mit dröhnendem Orchesterklang. Musikalische Fragmente und Zitate aus entlegenen Kontexten klebte Zimmermann zu drastischen Collagen. Was aber passiert, wenn man Bruchstücke zusammenfügt, die eigentlich nicht für einander bestimmt sind? Genau darin liegt das Spannende für den Zuhörer.

Zimmermann selbst nannte diese Vorgehensweise „pluralistisches Komponieren“, weil verschiedene Elemente, Perspektiven und Zeitstränge zugleich ablaufen: Als gäbe es einen mächtigen DJ, der unterschiedliche Platten auflegt, sie miteinander mixt und an seinem Mischpult die Überlagerungen steuern kann. Texte von berühmten Dichtern, aber auch politische Reden von großen Staatsmännern, Ansprachen des Papstes, Romanfragmente und kulturphilosophische Schriften hat Zimmermann zu einer Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte verknüpft.

Sonntag, den 05. Mai 2013

Einführung 18:30 Uhr – Konzert 20:00 Uhr
Kölner Philharmonie
mehr Infos unter:
http://www.achtbruecken.de/programm/109220/

 

Wer noch mehr über das Werk wissen möchte, ist herzlich eingeladen zu der Einführungsveranstaltung um 18:30 Uhr im Foyer. Hier werden noch viele andere Besonderheiten erklärt und einige Schülergruppen, die sich in den letzten Wochen in einem Projekt mit diesem Werk beschäftigt haben, stellen ihre Ergebnisse vor – diese Ideen werden sicherlich genauso vielseitig sein wie die Ideen von Zimmermann, die anschließend im Konzert zu entdecken sind.

Julian Kämper

Requiem mit Beethoven und Beatles

2. Mai 2013   |   Kommentare geschlossen

Requiem für einen jungen Dichter… eine Totenmesse für eine bestimmte Person? Oder doch eher ein selbst gesetztes Mahnmal eines depressiven Komponisten? Vielleicht auch ein Spiegel historischer Ereignisse? Die Sicht der Dinge einer ganzen Generation? Dieses Werk kann Vieles gewesen sein. Eines ist es aber auf jeden Fall: Gewaltig. 250 Mitwirkende, unter anderem drei Chöre, Sinfonieorchester, Jazz-Band und mehrere solistisch agierende Künstler fordert Zimmermann für sein Werk. Über verschiedene Lautsprecher werden Textzitate, originale Tonbandaufnahmen oder Geräusche explodierender Bomben und vorbei rasender Düsenjäger eingespielt, im Orchester treffen Beethoven und die Beatles auf Tristan und Isolde. Zimmermann sah dieses Werk als einen Appell an die Menschheit, ein „Aufmerksam-machen“ auf die Unmenschlichkeit der Menschen. Eine Art Leitsatz bildet dabei das Zitat von Konrad Mayer: „worauf hoffen? Es gibt nichts was zu erreichen wäre, außer dem Tod.“

Lena Voss

Requiem mit Beethoven und Beatles

2. Mai 2013   |   Kommentare geschlossen

Requiem für einen jungen Dichter… eine Totenmesse für eine bestimmte Person? Oder doch eher ein selbst gesetztes Mahnmal eines depressiven Komponisten? Vielleicht auch ein Spiegel historischer Ereignisse? Die Sicht der Dinge einer ganzen Generation? Dieses Werk kann Vieles gewesen sein. Eines ist es aber auf jeden Fall: Gewaltig. 250 Mitwirkende, unter anderem drei Chöre, Sinfonieorchester, Jazz-Band und mehrere solistisch agierende Künstler fordert Zimmermann für sein Werk. Über verschiedene Lautsprecher werden Textzitate, originale Tonbandaufnahmen oder Geräusche explodierender Bomben und vorbei rasender Düsenjäger eingespielt, im Orchester treffen Beethoven und die Beatles auf Tristan und Isolde. Zimmermann sah dieses Werk als einen Appell an die Menschheit, ein „Aufmerksam-machen“ auf die Unmenschlichkeit der Menschen. Eine Art Leitsatz bildet dabei das Zitat von Konrad Mayer: „worauf hoffen? Es gibt nichts was zu erreichen wäre, außer dem Tod.“

Lena Voss

unter: schreiben

29. April 2013   |   Kommentare geschlossen

Und ab. Der Auftakt ist gegeben, das Kolophonium verleiht den Bogenhaaren Grip, wenn man die Augen zukneift sieht man, dass es ein wenig staubt im Gegenlicht der Scheinwerfer, wenn der harte Ansatz der Streicher hinter dem Steg ein Knarzen hervorruft, als öffneten sich die Pforten zur Hölle. Und jetzt. Und jetzt. Akku leer. Patrone alle. Spitze abgebrochen. Kuli verloren. Kein Fetzen Papier. Also dann: alles auf Aufnahme. Record-Mode. Nullignoranz, Totalwahrnehmung, Garnichtsvergessen.

Oder: Geschrieben, gestern Nacht, bis heute früh. Viel zu früh, viel zu spät eben, aber mit dem Rücken zur Wand. („… geht’s leicht von der Hand!“) Und jetzt. Und jetzt. Akku leer. Ohr voll. Lidschwere. Bleihirn. Schlaf gut.

Ein Komponist hat mir mal gesagt: Man schläft nur bei guter Musik. Weil sie die tieferen Schichten in Dir erreicht. Weil sie dich entspannt. Muss gut gewesen sein, ergo. Schnell aufschreiben.

Unvermeidlich: Begeisterung, Abscheu, Langeweile, Genuss. Kein Lexikon, das dazwischen steht, kein Buch. Nur der Festivalleiter, ein Teller Nüsse, ein Bier zuviel und auf einmal das Gespräch. Unausgesprochen die Frage: Wie war es? Unausweichlich: das Kompliment. (Alles andere wäre viel zu kompliziert.) Das Begreifliche, das Allzubegreifliche – Hand, Stimme, Körper, Mensch – des Werks, des Schöpfers schiebt sich zwischen Alleserinnern, Genuss, Abscheu, Schlaf.

Theorie als Rettung. Theorie als Hoffnung. Theorie. Aus Verzweiflung.

Die Nacht. Der Text. Das Auge. Das Auge des Komponisten, in das man geblickt hat. In das man wieder blicken muss. Vielleicht. Wenn er es schafft. Wenn Du es schaffst. Wenn es geschieht, vielleicht, oder wahrscheinlich, eher wahrscheinlich, wenn Du auf der Spur bleibst, die Chancen sind gut. Warum eigentlich? Warum eigentlich nicht?

Das Schöpferauge an der Hotelbar. Die Tastatur im Nachtzug. Das bedruckte Papier. Das html-Geflimmer. Das Urteil aus dem Abteil. Über die Uraufführung des Auftrags. Wer komponiert, wer regiert? Was kann man noch komponieren? Was reflektieren? Wie? 

Worte schmieden. Zeilen schinden. Texte knechten.

Unterscheiden. Unterstützen. Unterhalten.

Das sind noch nicht Acht Brücken. Aber immerhin drei. Und wir lernen uns ja erst noch kennen.

PH

schreibschule in münchen

16. Juli 2011   |   Kommentare geschlossen

die wollen 240,- dafür! und dabei haben die ncoh nicht einmal prof. dr. sandner…

http://www.nmz.de/kiz/nachrichten/seminar-musikjournalismus-und-musikkritik-an-der-akademie-der-bayerischen-presse

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