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Mit ‘Acht Brücken’ getaggte Artikel

Musik für wen?

8. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen
© Jonas Harksen
von Miriam Zeh

 

Ich begegne ihr gleich bei meinem ersten ACHT BRÜCKEN-Lunchkonzert. Naiv gutgläubig setze ich mich neben sie. Auch, weil es fast der einzige noch freie Platz ist. Die Kölner Zentralmoschee ist proppenvoll. „Wissen sie, was das früher für ein Gebäude war?“, fragt sie, noch bevor ich meinen Schal ablegen kann. „Eine riesige einstöckige Fabrik war hier. Da haben fast nur Frauen gearbeitet. Und gleich um die Ecke, da war Kölns erster Wasserspielplatz.“ Ich ringe mir ein höfliches Nicken ab, schiele aber auf die Uhr. Sollte das Lunchkonzert nicht bereits begonnen haben? More

Kölner Ursprung

8. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen
von Marius Wurth

 

Der Ukrainer Lubomyr Melnyk ist der schnellste Pianist der Welt und hat seine eigene Spielweise am Flügel entwickelt. Beim ACHT BRÜCKEN Festival wurde sein neues Werk „The Three Kings“ uraufgeführt. Am Anfang des Schaffensprozesses stand ein Besuch in Köln. Marius Wurth hat mit ihm darüber gesprochen.

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Klangkörper – Körperklang

7. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen
Freddy, Faada
von Marius Wurth

Es passt sehr wenig an diesem Abend. Faada Freddys Konzert ist in der Philharmonie fehlplatziert und überzeugt auch musikalisch nur selten. Der Senegalese spielt mit seiner Band „The Family“ eine Art vokalen Gospel-Soul, bei dem der Körper das einzige Instrument ist: Brustkorb und Hände ersetzen das Schlagwerk, Lippen und Mund die Blasinstrumente und die Stimmbänder ahmen Saiteninstrumente nach.
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Sing um dein Leben!

7. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen

© Barron Claiborne

Faada Freddy nimmt mit auf seine ganz persönliche Gospel-Reise

 

von Sophia Fischer

 

Soul, HipHop, Bodypercussion und afrikanischer Gesang. Mit seinem a capella Ensemble verwandelt Faada Freddy die Kölner Philharmonie in eine Showbühne.Wer geglaubt hat, in einem Konzertsaal wäre kein Platz zum Tanzen, wird den Montag Abend bei ACHT BRÜCKEN so schnell nicht vergessen. Sophia hat ihre Eindrücke in einem Audiobeitrag festgehalten.
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Da simmer dabei!

7. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen

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Der ACHT BRÜCKEN-„Freihafen“ 2016 feiert Köln und den Kölner

von Miriam Zeh

Am 1. Mai wird der Rausch der Walpurgisnacht ausgeschlafen, junge Birken werden mit Kreppbändern geschmückt, Fäuste aus schwarzen Kapuzenpullovern gen Himmel gereckt und Bollerwägen mit Alkohol beladen. Der 1. Mai also: ein Tag der Rituale. Eine vergleichsweise junge Tradition verband das Kölner Festival ACHT BRÜCKEN in diesem Jahr mit dem Beginn des vielbesungenen Wonnemonats. Eine weitere Ausgabe des sogenannten „Freihafens“ lief vom Stapel, ein ganzer Festivaltag an verschiedenen Orten in Köln, mit unterschiedlichen Ensembles – bei freiem Eintritt. „Musik für Köln“, dieseprogrammatische Selbstverpflichtung des Festivals scheint im „Freihafen“ verkörpert. Und bereitwillig strömte denn auch der Kölner– in Scharen.
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Klangvoller Ausklang in Sankt Aposteln Köln

7. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen

© Inga Trost

ACHT BRÜCKEN Festival am Eröffnungstag

Von Mariya Kautz

 

Mit urbaner Poesie elektronischer Soundfeeling füllte sich das Refektorium von St. Aposteln. Hier im Kirchenvorraum trifft das Irdische auf das Göttliche. So war es auch. Mit seiner Performance „Pop – Ambient“ erzeugte Max Würden an diesem sakralen Ort eine meditative Stimmung. Die Lichtdramaturgie, durch die die Basilika immer wieder ihr Antlitz änderte, intensivierte diese kontemplative Atmosphäre. Seine Musik, die zum größten Teil aus Samples besteht, nennt Max Würden zu Recht als Tracks, also Spuren. Der Kölner Künstler verarbeitet die aufgenommenen Klänge elektronisch und organisiert sie von Pulsen über Ostinato-Rhythmen zur Melodie mit magischer Wirkung, gerade zu haptisch. Den Sound der E-Orgel mischte er mit unterschiedlichen Effekten, wie den Klang einer tiefen Glocke oder auch mal mit einem Hundegebell. Würden changierte diesmal zwischen Live-Sampling und Synthesizer. Seine Virtuosität beeindruckte und überzeugte. Und das war noch nicht alles. More

Six Pianos oder Six Pianists

7. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen

© Inga Trost

Gregor Schwellenbach, Hauschka und Co. spielen Steve Reich. Ein Kommentar.

von Julian Bäder

Der Pianist Francesco Tristano ist eine Ausnahme in seiner Zunft. Die klassische Szene feiert ihn für seine Interpretationen vonBach oder Frescobaldi. In seinen Konzerten präsentiert er, seine zweite große Liebe neben der Klassik, gerne noch eigene Interpretationen von Techno-Tracks der 80er. Für ihn persönlich ist das Eine wahrscheinlich die klare Konsequenz aus dem Anderen, für den Klassik-Normalo-Hörer wohl eher nicht. More

Wenn Suren surren…

3. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen
von Myriam Rosenkränzer

Koran

Wenn Suren surren, dann sind ganz bestimmt Sufis im Spiel. Die musikalischen Verse aus dem Koran werden von der mystischen Strömung, dem Sufismus, im Islam als Gebet
genutzt. Wie das beim Eröffnungsabend von ACHT BRÜCKEN geklungen und auf ein europäisches Publikum gewirkt hat, erfahrt ihr im Audiobeitrag von Myriam Rosenkränzer. More

»Ästhetik des Widerspruchs«

12. Mai 2015   |   Kommentare geschlossen

Ein Interview mit Schorsch Kamerun

Von Christian Broder

 

Thomas Sehl, besser bekannt als Schorsch Kamerun sucht als Sänger und Theaterschaffender nach der Ästhetik des Widerspruchs und liefert damit treffende Beispiele für politische Kunst. Ein Gespräch vor seinem Konzert beim ACHT BRÜCKEN Festival. More

Follow the white rabbit

4. Mai 2015   |   Kommentare geschlossen

Schlaglichter im Kaninchenbau: Ein Konzert von Atari Teenage Riot

Von Christian Broder

 

Atari Teenage Riot

Ob Pogo oder Politik, die Hände sind in der Luft bei ATR. Foto: Holger Noltze

Muss man politisch sein, um Atari Teenage Riot zu kennen? Ihr Auftritt beim diesjährigen ACHT BRÜCKEN Festival fordert auf zur Reflexion, funktioniert aber auch als einfaches, brutales Entertainment. Das ist so verblüffend wie elektrisierend. Eine Reportage.

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