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Mit ‘Death of Light – Light of Death’ getaggte Artikel

Das Sinnliche des Mikrotonalen

10. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen

Grisey gelang die erste transzendentale Erfahrung des Festivals

von Hakan Ulus

Der Komponist des Uraufführungswerks Johannes Maria Staud (*1974) hatte es in diesem Konzert schwer. Er musste sich den Abend teilen mit dem Solitär Quatre chants pour franchir le seuil (1997/98) für Sopran und fünfzehn Instrumente des französischen Spektralisten Gérard Grisey. Der Spektralismus – eine kompositorische Ästhetik, die die Obertöne der Klänge fokussiert – entstand in den 1970er Jahren in Paris: Grisey ist sein Begründer und größter Meister. Die kompositorische Richtung zeichnet sich durch Mikrotonalität, harmonische Innovation und Klangsinnlichkeit aus. More

Gleich einem Lichtstrahl

9. Mai 2016   |   Kommentare geschlossen

Nina Waldmüller

 

Von Felix Knoblauch

 

Mit Death of Light, Light of Death (1998) des Briten Jonathan Harvey eröffnet das Pariser Ensemble Intercontemporain sein Konzert in der Kölner Philharmonie. Das Stück für drei Streicher, Harfe und Oboe erzeugt mit seinen Schwebungsklängen von Anfang an eine packende Atmosphäre. Auffallend ist das zur Harfenistin gerichtete Tam Tam. Die Musikerin benutzte es, um mit sanften Schlägen die hellen Oboenlinien zu untermalen: eine Verkündigung. More